Technische Hinweise zur Komposition

Bevor Sie die Musik anhören, sollten Sie bedenken: Da ich mir leider kein Sinfonieorchester mit über 100 Mann für die Einspielung meiner Kompositionen leisten kann (die Miete der Berliner Philharmoniker liegt für einen einzigen Abend bei ca. 50.000,- €), handelt es sich bei der Aufnahme auf der CD um ein synthetisches Orchester (Details siehe Technische Ausrüstung). Obwohl die heutige Synthesizertechnik Überraschendes zu leisten im Stande ist, vermag der Klang trotzdem nicht an die Ausdrucksstärke und Geschmeidigkeit eines echten Orchesters heranzukommen. So ist es selbst bei aufwändigstem technischem Tuning nicht möglich z.B. einer synthetischen Oboe das klagende Pathos zu entlocken, das ein menschlicher Spieler aus ihrem akustomechanischen Vorbild hervorzaubern kann.

Ein weiteres Manko der meisten zur Zeit auf dem Markt befindlichen Synthesizer ist die fehlende echte Stereophonie. Stattdessen werden die einzelnen Instrumente monophon eingespielt und über sogenannte Panoramaregler per unterschiedlicher rechts-links-Gewichtung im Raume verteilt. Als Ergebnis erhält man zwar einen räumlich wirkenden Klang, dem jedoch gegenüber echter Stereophonie, infolge fehlender Phasen- bzw. Laufzeitinformation der Signale, die gewohnte Transparenz und Ausdifferenziertheit fehlt. Glücklicherweise sind um die Jahrtausendwende die ersten Synthesizer bzw. Rompler mit stereophonen Samples erschienen. Im reinen Sampler-Markt ist dies schon seit einigen Jahren der Standard.

Bei all diesen Einschränkungen, die sich der Hörer beim Anhören meiner Musik vergegenwärtigen möge, ist trotzdem ein überraschend echt wirkender Orchesterklang erzielbar. Nicht umsonst werden heutzutage viele Kinofilme rein synthetisch vertont, - also ohne Zuhilfenahme irgendwelcher klassischer Instrumente.

Hörbar bleiben also diese "Kleinigkeiten", das Quäntchen Agogik, die menschliche Art und Weise der Phrasierungen und Akzentuierungen thematischer Melodiebögen, deren Vorhandensein die Musik zu dem machen, was sie im eigentlichen Sinne ist und deren Fehlen, trotz aller Schönheit der verbleibenden Musik, ihr diesen eigentümlich synthetischen Charakter verleiht, der sie in Folge "ihrer Seele beraubt". Nichtsdestotrotz wird der musikalisch begabte Hörer in der hier vorgestellten Musik klar die Intention des Komponisten erkennen und die menschliche Interpretation wieder hineindenken können.

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