Neuerungen in Version 2.1 von Railroad-Professional:
In die Version 2.1 von Railroad-Professional sind zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen eingeflossen.
Etliche davon wurden von Anwendern der Vorgängerversionen angeregt und gründen daher im praktischen Alltag
der Gleisplanung. Das merkt man auch schnell: noch nie ging das Arbeiten mit Railroad-Professional
so flüssig von der Hand - und das, obwohl Railroad-Professional bereits zuvor für seine kinderleichte,
weil intuitive Bedienung allseits bekannt war. Lassen Sie sich nachfolgend durch die Highlights der
Neuerungen von Railroad-Professional in der Version 2.1 gegenüber der Version 1.1 führen.
- Flexgleise: Railroad-Professional besitzt ein unter allen Gleisplanern am Markt wohl einzigartiges
Verfahren zur Modellierung von Flexgleisen. Jedes Gleis lässt sich in ein Flexgleis umwandeln und auch
wieder zurück, in ein Fixgleis (starres Gleis). Ja mehr noch: sogar Teile eines Gleises (sog. Segmente) können
flexibel geschaltet werden, während andere Teile des selben Gleises starr bleiben. Hierzu genügt ein einfacher Mausklick
im Kontextmenü eines jeden Gleises im Gleisplan. Und jedes Gleis heißt wirklich jedes:
das gilt auch für Gleise aus offiziellen Gleissystemen, die der Hersteller gar nicht flexibel fertigt! Damit
ergeben sich Möglichkeiten, z.B. der Korrektur, wenn es im Gleisplan einmal "klemmen" sollte (und man dies in
der Realität dann gewöhnlich "zurechtrückt").
Besonders interessant dürften aber die sich daraus ergebenden Möglichkeiten für eigene Gleisbauten sein. Mithilfe
dieses neuartigen Flexgleis-Systems von Railroad-Professional ist es endlich möglich, jede gewünschte Gleisform
im Gleisplan nachzubilden. Nachfolgend ein Beispiel für eine Dreiwegweiche, deren unterer Abzweig flexibel geschaltet
und anschließend mit der Maus passend zurechtgeschoben wurde:

Dreiwegweiche vor der Verformung per Flexsystem

Dreiwegweiche während der Verformung per Flexsystem.
Die Länge des Segments wird während der Verformung angezeigt.

Dreiwegweiche nach der Verformung per Flexsystem
Ein echtes Schmankerl beim Verformen von Flexgleisen ist, dass es auch mit dem automatischen Andocken von Railroad-Professional
kombiniert werden kann. Wird das flexibel verformte Ende mit der Maus einem offenen Ende eines anderen Gleises genähert,
so schnappt das Flexgleis ein. Das Besondere dabei: das Flexgleis verformt sich automatisch so, dass alles passt und sich
ein "weicher Schwung" im Flexverlauf ergibt. Und dabei wird stets die aktuelle Länge des Flexsegments angezeigt. So wird das
Nachbauen des Flexgleises zum Kinderspiel, da Sie das Flexgleis einfach auf die angegebene Länge kürzen müssen und einsetzen.
Schon können Sie den vorgegebene Verlauf ohne "Stauchen" oder "Knicken" in der Realität nachbilden:

Flexgleis vor der Verformung per Flexsystem.
Das (obere) Flexgleis soll an das Ende des kleinen Gleises angesteckt werden.

Flexgleis während der Verformung per Flexsystem.
Die Länge des Segments wird während der Verformung angezeigt.

Das Flexgleis rastet automatisch am offenen Ende ein und verformt sich passend.
Die benötigte Länge wird angezeigt.

Endergebnis: ein weich geschwungener, sauberer Verlauf!
Natürlich können Sie nach dem Einschnappen den Verlauf des Flexgleises noch Ihren Wünschen anpassen, sofern Sie mit dem
Vorschlag nicht zufrieden sein sollten. Railroad-Professional zwingt Sie zu nichts - bleiben Sie flexibel ;-)
- Ebenen und Ebenenverwaltung: Im Gleisplan können Ebenen angelegt werden,
die sich auf definierbaren Höhen befinden. Ein Ebeneneditor gestattet
deren Verwaltung. Ebenen können Farben und Muster zugewiesen werden, die von Elementen, die sich in den jeweiligen
Ebenen befinden, automatisch übernommen werden können (dynamische Farbzuweisung, im Gegensatz zur statischen
Farbzuweisung, die natürlich ebenfalls möglich ist). Die Anzeige der Ebenen (und aller darin befindlichen
Elemente) kann ein- bzw. ausgeschaltet werden. Darüberhinaus
können einzelne Ebenen auch transparent geschaltet werden, wodurch
darunter liegende Ebenen bzw. deren Elemente durchscheinend sichtbar werden.
Nachfolgend ein 2-Ebenen-Gleisplan eines Anwenders (zur Wahrung des geistigen Eigentums wird nur ein Ausschnitt gezeigt):

Untere Ebene; braune, kleinere Bodenplatte; Gleise abgedunkelt

Obere Ebene; gelbe, größere Bodenplatte; Gleise normal

Beide Ebenen gleichzeitig, jeweils 50% transparent geschaltet.
Die relative Lage der Gleise ist gut zu erkennen.
- Neben Gleisbibliotheken sind nun auch Zubehörbibliotheken möglich, mit denen sich Konstruktions- und
Dekorationsmaterial verwalten lässt.
- Beliebig viele Bibliotheken können nun im Programm gleichzeitig geladen sein.
Zwischen ihnen kann per DropDown-List
umgeschaltet werden. Dies gilt sowohl für Gleis-, als auch für Zubehörbibliotheken.
- Spielerische Erweiterung von Bibliotheken: Elemente können aus dem Plan heraus mit wenigen Mausklicks in
Bibliotheken übernommen werden. Das gilt auch für freie Zeichnungen, die auf diese Weise in Zubehörbibliotheken
übernommen werden können.
- Freie Zeichnungen wurden um Splines (= biegsame Kurven) und Kreis- bzw. Ellipsenteile erweitert.
Bei Splines kann zwischen den in der CAD-Welt
gängigen Typen - Cardinal und Bezier - gewählt werden. Ein "fliegender" Wechsel zwischen beiden Typen ist, auch
im nachhinein, jederzeit möglich. Splines können über entsprechende "Zieh-Anfasser" intuitiv per Maus in jede beliebige
Gestalt gezogen werden.
- Transparenz: Für die Farbgebung aller Elemente lässt sich nun auch ein Transparenzwert einstellen.
Dadurch werden Elemente durchscheinend und darunter liegende Elemente sichtbar. Das ist auch für ganze Ebenen möglich,
so dass alle Elemente der betreffenden Ebene (mit einem einzigen Mausklick) durchscheinend werden.
- Dynamische Einfärbungen: Ebenen können (sogar mehrere) Farben und Muster zugewiesen werden und Elemente
können angewiesen werden, die Farbe(n) der jeweiligen Ebene, zu der sie gehören, anzunehmen. Werden diese Elemente
dann in eine andere Ebene verlagert, ändern sie automatisch ihre Farbe, indem sie wiederum die Farbe der
betreffenden Ebene annehmen.
- Vordefinierte Markierungen: Per Kontextmenü können vordefinierte Markierungsmöglichkeiten für Elemente
ausgewählt werden, um diese zu kennzeichnen bzw. hervorzuheben. So können Elemente abgeschattet
oder aufgehellt dargestellt werden. Bei Gleisen ist es zudem möglich Seitenlinien neben den Gleisen einzublenden
(besonders gut für Brückengleise geeignet).
- Ergänzungselemente: Elemente lassen sich als sog. Ergänzungselemente zu einem anderen Element (dem Eltern-
bzw. Hauptelement) definieren.
Dadurch können mehrere Elemente sinngemäß zu einem einzigen Element zusammengefasst werden. Darüber ist es
möglich, z.B. Gleise mit zeichnerischen Elementen so zu ergänzen, dass deren Accessoires dargestellt werden (z.B.
der Weichenkasten bei einer Weiche, etc.).
- Elemente können fixiert werden, um sie vor versehentlicher Verschiebung bzw. Änderung zu schützen.
Das kann sogar getrennt für Ergänzungselemente und deren Hauptelement erfolgen.
- Erweiterte Elemente-Info: Die Infotafel, die für jedes Element per mittlerer Maustaste eingeblendet
werden kann, wurde stark erweitert. Sie umfasst nun sowohl Angaben zum Hersteller,
Bestellnummer, Art und Bezeichnung etc. des Elements, als auch dessen Position im Gleisplan, seine Ausmaße,
Orientierung, Farbgebung, usw.
- Erweiterte Kontextmenüs: Das mit der rechten Maustaste aufrufbare Kontextmenü zu jedem Element wurde
erweitert und ist nun auch für Gleise (und damit grundsätzlich für alle Elementarten) verfügbar. Die darin
angebotenen Menüpunkte wurden ebenfalls ergänzt, insbesondere um zahlreiche Funktionen zur Verwaltung von
Ergänzungselementen, als auch zur Farbgebung und Markierung von Elementen.
- Aktuelle Editierungsdaten: Wird ein Element mit der Maus geändert (z.B. die Größe eines Quadrats, etc.)
dann werden seitlich, neben dem Mauscursor ständig die wichtigsten, aktuellen
Daten des Elements eingeblendet. Somit wird man bereits während des Änderns eines Elements über dessen Größe,
Länge, Ausdehnung, etc. informiert. Das gilt sogar für Splines!
- Aktuelle Mausposition: Die Position der Maus im Plan wird jederzeit mit der Genauigkeit von 1/10 Millimeter
ausgewiesen.
- Z-Lage / Höheninformation: Obwohl Railroad-Professional nach wie vor ein 2D-Planer ist,
verwaltet es trotzdem Höheninformationen. So ist es leicht
möglich, Elemente in einer gewünschten Höhenlage (Schichtung) anzuordnen. Dafür stellt Railroad-Professional
entsprechende Funktionen zur Verfügung.
- Exaktes Ausrichten durch Raster-Snapping: Ist Raster-Snapping eingeschaltet
(ein Mausklick genügt), dann können Elemente nur auf Gitterpunkte
verschoben bzw. dorthin platziert sowie in ihrer Größe verändert werden. Exaktes Ausrichten wird damit zum
Kinderspiel. Die Abstände der Gitterpunkte lassen sich ganz einfach über den Darstellungsmaßstab festlegen.
- Fadenkreuz:: Das exakte Ausrichten von Elementen unterstützt Railroad-Professional noch zusätztlich
über ein ein-/ausblendbares Fadenkreuz. Damit sieht man sofort, ob sich Elemente exakt auf der selben Linie
befinden, oder nicht.
- Kürzester Fahrweg: Die kürzeste Verbingung zwischen zwei Gleisenden wird von Railroad-Professional
schnell und einfach ermittelt und angezeigt, wie auch dessen Gesamtlänge in Millimeter.
- Rampenrechner: Für die Überprüfung von Steigungen ist ein Rampenrechner integriert.
Damit kann zu jeder Strecke schnell die Steigung (in Prozent oder Grad) ermittelt werden oder auch umgekehrt
zu einer vorgegebenen Strecke die notwendige Steigung oder Höhe errechnet werden.
- Erweiterte Selektionsmöglichkeiten: Die ohnehin schon umfangreichen Selektionsmöglichkeiten wurden
noch um die Option erweitert, genau jene Gleise zu selektieren, die an Übergängen zwischen verschiedenen
Ebenen beteiligt sind. Damit können Ebenenübergänge im Handumdrehen aufgespürt werden.
- Benannte Makro- und Clipboard-Einträge: Makros und Clipboard-Einträgen können nun Namen vergeben werden.
Dadurch lassen sie sich leichter voneinander unterscheiden.
- Runderneuerter Bibliotheksmanager und Gleiseditor: Der Bibliotheksmanager (ehemals 'Datenbankmanager' genannt)
und der Gleiseditor wurden runderneuert. Im Bibliotheksmanager sind nun mehrere Bibliotheken gleichzeitig bearbeitbar,
was den Austausch von Elementen zwischen den einzelnen Bibliotheken erlaubt. Außerdem können Zubehörbibliotheken
angelegt und deren Rubriken festgelegt werden. Der Gleiseditor gestattet nun auch die Angabe eines Schwellenoffset
am Anfang und Ende eines Gleises, für Gleise, deren Schwellen unregelmäßig beginnen. Außerdem wurde die Darstellung
des gerade in Bearbeitung befindlichen Gleises verbessert. Sie erlaubt nun das Einblenden aller Accessoires,
die zum Gleis gehören, einschließlich eventueller Ergänzungselemente.
- Erweiterte Statistiken: Die Statistik erfasst nun auch Zubehörelemente und listet diese getrennt
von Gleisen auf.
- Dragging: Die gesamte Arbeitsfläche (sozusagen der gesamte Plan) kann nun mit der rechten Maustaste beliebig
verschoben werden, was erheblich einfacher ist, als dies über die Rollbalken (Scrollbars) zu tun. Letzteres
funktioniert natürlich nach wie vor auch noch.
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